Neueste Bestrebungen in Europa (und anderswo) zum Verbot von rechtsradikalen (oder sonst unangenehmen) Seiten besteht darin, dass ISP (wieder einmal) dazu verpflichtet werden, nicht nur keine solchen Meinungen zu hosten, sondern auch mit Filtern (siehe Napster) alle Menschen daran zu hindern, diese Inhalte aus aller Welt auch nur zu lesen! Selbst wenn sich diese 'Gesetzeshüter' heute ein Hütchen der Scheinheiligkeit aufsetzen, tief im Inneren sind sie doch alle den Methoden des 1000-jährigen Reiches tief verbunden, auch wenn sie vordergründig dagegen sind. Heil dir meine schöne, neue Welt! Und 1984 lässt auch grüssen.
Ich persönlich bin Anarchist und als solcher, Gegner von nur wenigem, vor allem von Menschen, die anderen Menschen die Meinung verbieten wollen. Ich wundere mich zwar auch über die, die meine Ansichten nicht verstehen können, aber ich verbiete ihnen nicht, sie nicht zu verstehen. Das Verbot der Meinung und der Meinungsäusserung, aber erst recht dem Konsum von Meinung ist das gefährlichste, was eine Gesellschaft hervorbringen kann. Wenn Menschen so dumm sind, einem Adolf Hitler in den Endsieg-Sarg zu folgen, ist das eine Sache, aber Menschen immer mehr in ihrem Wissensdrang zu beschränken steht gerade am Anfang einer solchen inzestösen Demagogie.
Da drängt sich mir der Vergleich mit unserer Drogengesellschaft auf. Jagt die Produzenten, jagt die Verteiler, aber warum die Konsumenten? Menschen, die zu Drogen greifen, tun dies nicht aus dem Bestreben, sich einfach sinnlos zuzudecken, damit sie nichts von der Natur, gutem Essen oder einem spannenden Buch haben, sondern weil sie ein Problem damit ersäufen (oder weil sie einfach nur dumm sind, aber die sollte man auch sich aus der Gesellschaft entfernen lassen). Ihnen den Drogenkonsum zu verbieten ... das ist das selbe wie unser Umweltschutz. Ist reine Symptombekämpfung. Damit werden keine reelen Probleme gelöst, sondern nur irgendwo anders hin umgelagert. Aber darin ist ja unsere westliche Gesellschaft Meister.