Was ist falsch am Islam, der die Frau unter den Scheffel des Mannes stellt, ihm erlaubt sie für Dinge zu züchtigen, die er freizügig praktiziert, sie zu benachteiligen, zu unterdrücken bis zur weiblichen Beschneidung? Was ist falsch am Hinduismus, der die Ungleichstellung des Menschen in seinen Kasten sanktioniert, der Witwenverbrennungen und Mitgiftmorde an Frauen, die zum Teil als Kinder verheiratet worden sind, als Kavaliersdelikt schützt? Was ist falsch am Christentum, das glaubt an seinen mittelalterlichen Strukturen vorbeigewachsen zu sein, in dem es die Überbevölkerung vorantreibt und, wie im Fall der herrschenden Klasse der Hamburger- und Katchup-Subkultur, das Recht verleiht, Geld als das probate Mittel der Unterdrückung einzusetzen?
Gar nichts ist an diesen Dingen falsch.
Es zeigt nur eines deutlich: Der Mensch ist durch die Evolution nicht zur Globalisierung geeignet, denn er kann nur all zu leicht hinter der Anonymität der Masse seine Unfähigkeit zum gesellschaftlich verträglichem, ganzheitlichen Denken verstecken. Das menschliche Gehirn ist nur fähig in kleinen Gruppen angemessen zu reagieren, dort, wo jeder jeden kennt und in einer wie auch immer gearteten Struktur eingebunden ist. Nur lassen sich diese Strukturen auf keinen Fall ins Uferlose projizieren, schon gar nicht auf globale Massstäbe. Das soll keine Anklage gegen den Menschen sein, ich kann verstehen, warum dem so ist. Ein kleines Beispiel. Wenn jemandem aus meiner Gruppe etwas gestohlen wird, dann betrifft mich das. Es betrifft mich, weil ich nicht nur mit den Konsequenzen konfrontiert werde, sondern weil ich eine Beziehung zu dieser Person habe. Doch wenn jemandem in Australien dasselbe zustösst nehme ich keine Notiz davon. Erstens weil ich erstickt würde in den Millionen solcher Geschehnisse die täglich ablaufen und zweitens weil ich keine Beziehung dazu habe.