Politische Systeme
Die Justiz ist geschaffen worden, um die Massen ruhig zu halten. Dass sich die Arbeit dieses Apparates in einem modernen politischen System vordergr�ndig als Sicherheit f�r jedermann verkaufen l�sst, ist ein beil�ufiges und zuf�lliges Nebenprodukt.
- Diktatur. Von rechts (Faschismus), von links (Marxismus-Leninismus)
Ich finde eine Diktatur das ehrlichste politische System, das es gibt. Es ist wie McDonalds. Einer kann in irgendeine dieser Fressbuden auf dem Globus einfallen, und weiss immer, was es gibt. �berall der selbe Dreck. Aber man weiss es.
Doch eine Junk-Food-Kette unterscheidet sich auch gegen�ber einer Diktatur.
In einem System, das die B�rger glauben, nicht �ndern zu k�nnen, finden
sie schnell einen Weg, trotzdem ihre Interessen anzubringen. Korruption
ist ein herausragendes und spezifisches Merkmal einer Diktatur, Fairness
dagegen scheut ein solches System.
Oder wie Alain Besançon schon bemerkte: 'Beide [links und rechts]
sind gleich kriminell.'
Mehr brauche ich, so glaube ich, nicht dazu zu sagen.
- Demokratie
Kurz zusammengefasst: Die Demokratie ist der Sieg eines windigen Meinungsmachers, der es mit geschickten L�gen fertigbringt die dummen Massen so zu manipulieren, dass sie seine profitablen Ansichten unterst�tzen.
Zu einfach? Das vorherrschende Konzept der Demokratie heisst Manipulation. Es ist die Kunst durch Verdrehung der Darstellung der realen Zusammenh�nge bis hin zur Fiktion den Glauben an die eigene Wahrheit zu mehren. Es also geht darum, die eigenen Interessen zu so verkaufen, dass m�glichst viele diese auch als ihre eigenen Interessen akzeptieren. Der ganze Verkaufsvorgang l�sst sich wirkungsvoll durch ein geeignetes Profil aus Demagogie und Aggression unterst�tzen. Kein Wort von Selbstlosigkeit oder auch nur Interesse an einem Gemeinwohl, von Interesse an der Natur oder dem Eingest�ndnis der evolutorischen Bedeutungslosigkeit des Menschen ganz zu schweigen. Parallelen zur freien Marktwirtschaft dr�ngen sich in diesem Konzept auf, denn es beg�nstigt immer nur diejenigen, die nehmen und nicht die, die geben. Es bleibt zu w�nschen �brig, dass die Natur auch eines Tages lernt, zu nehmen.
Allgemein betrachtet, verliert sich die Politik in Demokratien gerne in kleinlichen Interessenkonflikten, weil sie den unausstehlichen und schmerzhaften Blick auf das Ganze gerne verdr�ngt. Das Gewicht wird immer nur auf Details gelegt, die die Situation der einzelnen Individuen unmittelbar betreffen, die Sicht auf das Ganze ist den Menschen, die sich in allt�glichen Konkurrenzk�mpfen schon nicht mehr zurecht finden, sowieso nicht verst�ndlich zu machen. So ist das System optimiert in Richtung des pers�nlichen Gewinns, ein Flickwerk, das weder zukunftsweisend noch fair ist.
NB: Es ist interessant zu analysieren, wie Politiker in einer Demokratie ihre Machtk�mpfe untereinander als einen Kampf um das Wohl der B�rger verkaufen k�nnen. Achtet einmal darauf!
- Anarchie
Ein Labyrinth des Chaos kann nicht mehr schlimmer sein als die beiden oberen
Systeme. Mit Anarchie meine ich wohlgemerkt nicht Gesellschaften, deren Mitglieder,
wie im zerfallenden Jugoslawien oder vor ein paar Jahren in Ruanda, sich in
Ermangelung einer Staatsgewalt im Sog von Gewalt alle gegenseitig abschlachten.
Nun, hie und da t�te eine solche Reinigung allen Systemen auf diesem Planeten
gut. Dummerweise verlaufen solche Reduktionen der �berbev�lkerung weder effektiv
genug, noch nach einem sinnvollen Prinzip, denn das Vorherrschende heisst
'Der St�rkere �berlebt' und nicht unbedingt der Kl�gere. Somit wird lediglich
die rohe Dummheit in der Bev�lkerung bevorzugt, was im Endeffekt nicht das
Ziel sein kann. Nun, vielleicht auch nicht, aber ich möchte hier nicht
Gewalt als Selektionsmittel für Intelligenz preisen.
Utopische Gesellschaften haben allesamt einen Makel. Sie postulieren
Intelligenz und Vernunft in ihren Mitgliedern, was leider auf
die wenigsten Kandidaten auf dieser Welt zutrifft. Eine solche
Gesellschaft m�sste sich, um funktionieren zu k�nnen, erst einmal
vom selbsts�chtigen Gewinnstreben befreien, eine Forderung, die
grunds�tzlich auch schon dem urspr�nglichen Kommunismus zu eigen
war, und da schon kl�glich in ihrer Funktion versagt hat. Ein
weiteres Problem, das es in dem Zusammenhang zu �berwinden gilt,
ist eine faire Bewertung des Beitrages eines jeden zur Gesellschaft
und dessen Lebenskosten. Aber was ist fair? Ausserdem m�sste eine
zentrale Stelle existieren, die Aufgaben und deren Bewertung dispatcht,
eine f�r Anarchie nicht akzeptable L�sung.
- Habe ich etwas vergessen?
Der Mensch l�sst sich als Mitglied einer Gesellschaft auf ein paar einfache K�stchen reduzieren. Eine Instanz eines Individuums interagiert mit dem Rest der Welt, mit anderen Instanzen von Menschen und mit der Umwelt. Beide Interaktionen sind sowohl produzierend wie auch konsumierend. Hier werden also lediglich vier Variablen eingef�hrt (die zwar ihrerseits aus beinahe beliebig vielen Teilen bestehen), die gegeneinander abgewogen den Wert einer Instanz innerhalb einer Gesellschaft darstellen.
Welchen Wert also stellt ein Mensch dar, wenn (in absehbarer Zeit) s�mtliche Infrastruktur von Computern und Robotern aufrechterhalten wird? Menschen k�nnen sich dann nur noch auf Forschung und Kreativit�t beschr�nken (wobei sie auch in diesen Feldern langsam verdr�ngt werden). Wie aber bewertet einer diese subjektiven Beitr�ge mit Fairness? Zudem sind nur ein geringer Bruchteil der Menschheit zu wirklich kreativen Beitr�gen f�hig. F�ttern wir dann einfach den grossen, unt�tigen Rest nur so durch? Die Meisten davon in Gef�ngnissen, weil sich ihre d�mmlichen Gehirne mit nichts mehr anderem zu besch�ftigen wissen, als aus Trotz alles zerst�ren zu wollen? Doch selbst wenn sich diese Menschen parallel neben der Utopie einer heilen Gesellschaft her sinnvoll untereinander besch�ftigen k�nnen, bleibt die Tatsache, dass die Gesellschaft als solche auf diese Mikro�konomien sehr wohl verzichten kann, denn deren Beitrag ist lediglich individuell oder lokal. Was bleibt noch �brig?
Wahrscheinlich nur die lapidare Feststellung, dass je weiter einer den Blickwinkel �ffnet, zum Beispiel die Natur in diese Betrachtungen mit einbezieht, der Mensch als Spezies dem System nur negative Beitr�ge liefert, also schnellstens aus dem System entfernt werden m�sste.
Ja, was bin ich doch wieder pessimistisch.