Verhältnissmässigkeit


Wieviele Menschen gehen am Wahnsinn der Zivilisation zu Grunde?

Wieviele Menschen werden sinnlos der Wirtschaft geopfert, verrecken täglich an den Folgen der Armut, der Unterernährung und dem Mangel an Hygiene? Was wird an Menschen dem Verkehr geopfert, der Industrie und den Giften in unserer Umwelt? Wieviele Menschen sterben an den Folgen von Stress, von Allergien und gesellschaftlicher Überreizung? Wieviele sterben für Überzeugungen anderer, opfern sich sogar bereitwillig für Ziele und Ideen, die ihnen von Demagogen in ihre Gehirne hineinmanipuliert worden sind? Dutzende von Millionen verhungern jährlich an ihrer Armut oder ersticken am Müll der Wohlstandsgesellschaft, an ihrer eigenen Sucht, in der sie die Unerträglichkeit dieses Wahnsinns zu ertränken suchen.
Glaubt mir, ich bin der Letzte unter den Sehenden, der den Abgang dieser Menschen von unserem hoffnungslos übervölkerten Planeten bedauert, doch ich prangere die heuchlerische und verlogene Art an, mit der dieses Massensterben vom überlebenden Rest hinweggewischt wird, denn ausser einigen, vor allem zur Weihnachtszeit aktiven Bettelaktionären, die sich trotz irrwitzig steigender Bevölkerungszahlen gänzlich uneinsichtig in globale Problematiken zeigen, wird dieses unermessliche Leid von niemand wahrgenommen.
Doch kaum geht es darum, einem Kindermörder die Rübe abzuhacken, erhebt sich ein globales Wehklagen des Mitleids für ein gesellschaftlich benachteiligtes, resozialisierbares und dadurch unersetzliches Mitglied der Gesellschaft, durch dessen Ableben ein furchtbares Loch in eben diese verlogene Gesellschaft gerissen würde.
Diese vollkommen ins Absurde verzerrte Moral einer krankhaft bis ins triefende Fett vereinsamten Menschheit regt mich täglich derart zum Kotzen an, dass ich in genau der selben Häufigkeit darum bete, dass sich alle Menschen in möglichst kurzen Zeit an den schwindenden Ressourcen dieses Planeten zu Tode fressen.

Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende!
Letzteres lässt sich wunderbar mit einer blinden Flucht in den Konsumrausch betäuben. Und darin sind ja die Menschen Weltmeister!